Ursprünge der Ortsgeschichte

Bereits in der Jungsteinzeit war diese Region besiedelt, wie Ausgrabungen rund um den Baldeggersee belegen. Die frühesten Siedlungsspuren im unteren Seetal stammen aus der Zeit um 4000 v. Chr. Der Schwerpunkt lag damals in Richensee, am Ausfluss des Baldeggersees, im Gebiet des Aabachs. 

Klarer greifbar wird die Geschichte des Seetals nachdem die Römer im Jahre 58 n. Chr., an der Schlacht bei Bibracte die Helve­tier besiegten, denn sie romanisierten vom römischen Legionslager vindonissa aus auch das Seetal.

Bei Ausgrabungen unter der Pfarrkirche wurden 1983 Reste eines römischen Gutshofs gefunden.

Später wanderten Alemannen ein. Und man kann davon ausgehen, dass römisch-helvetische und alemannische Volksgruppen nach 500 ne­beneinander im Seetal gelebt haben. Die Ausgrabungen unter der Pfarrkirche legen nahe, dass dieses Gelände schon im frühen Mittelalter als Friedhof benutzt wurde. Man hat damals Alemannengräber aus dem 7./8. Jahrhundert gefunden.

Beachtenswert ist ein Kreuz, das als Grabbeilage gefunden wurde. Es könnte auf eine frühe Christianisierung schon zur Zeit Karls des Grossen hinweisen.

In dieser Zeit entwickelte sich im fränkischen Raum das System der Grundherr­schaft heraus. Im Seetal waren vor allem Adelige und Klöster Eigentümer von Grund und Boden.

Es muss wohl angenommen werden, dass über der alemannischen Begräbnisstätte die erste Kirche gebaut wurde: Die Ei­genkirche des Hilti, «Hiltischilche».

Wann dies genau geschah, lässt sich nicht datieren, jedoch sicher deutlich vor der ersten urkundlichen Erwähnung im 13. Jahrhundert.